Die Einschätzung des Frühjahrswildbestandes zur Aufstellung des Abschussplans ist in deckungsreichen Revieren häufig schwierig. Welche Weiser für überhöhte Wilddichte sollen mit berücksichtigt werden?
Antworten:
Die Höhe des in den letzten drei Jahren geltend gemachten Wildschadens
fehlendes Vorkommen von Pionierbaumarten
Das Fehlen von Baumarten wie Birke oder Weide, die normalerweise in natürlicher Waldverjüngung vorkommen, kann darauf hinweisen, dass sie durch Wildverbiss stark beeinträchtigt werden und nicht aufwachsen können.
Verbissbelastung der Verjüngungen und Forstkulturen sowie Schälschäden
Eine überhöhte Wilddichte führt oft zu starkem Verbiss an jungen Bäumen und Pflanzen, was die natürliche Verjüngung des Waldes beeinträchtigt. Schäden an der Rinde von Bäumen (Schälen), insbesondere bei Schalenwild wie Rot- und Rehwild, sind ebenfalls ein Zeichen für eine zu hohe Wilddichte. Diese Weiser zeigen, dass der Wildbestand das natürliche Gleichgewicht stören und negative Auswirkungen auf den Wald und die Forstwirtschaft haben kann.
Verbissbelastung und Schälschäden standortfremder Baum- und Straucharten