Frage 523 von 576

Bei der Nachsuche auf ein angeschweißtes Rehkitz in einer unübersichtlichen Fichtendickung bemerkt der Hundeführer, dass das Kitz kurz vor ihm aus dem Wundbett flüchtet. Die Abgabe eines Fangschusses ist in der Dickung nicht möglich. Darf der Hundeführer seinen wildscharfen Deutsch-Drahthaarrüden schnallen, damit dieser das angeschweißte Stück niederzieht?

Antworten:

Richtig

Er darf den Hund schnallen, da die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung es in diesem Fall erfordern

Der Hundeführer darf seinen wildscharfen Deutsch-Drahthaarrüden schnallen, wenn die Abgabe eines Fangschusses in der unübersichtlichen Fichtendickung nicht möglich ist. In diesem Fall erfordern die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung, dass der Hund eingesetzt wird, um das angeschweißte (verletzte) Stück Wild niederzuziehen und zu stellen. Dies ist im Sinne des Tierschutzes und der Weidgerechtigkeit, um dem verletzten Tier unnötiges Leiden zu ersparen. Der Hundeführer muss jedoch sicherstellen, dass der Hund entsprechend ausgebildet ist und in der Lage ist, das Wild tierschutzgerecht zu stellen, bis der Fangschuss gegeben werden kann.

Falsch

Er darf den Hund nicht schnallen, da das Tierschutzgesetz verbietet, ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen.