Welche Schüsse gelten als nicht weidgerecht?
Antworten:
Schrotschuss von hinten auf eine abstreichende Stockente bei einer Entfernung von etwa 25 m
Büchsenschuss auf einen Rehbock in 150 m Entfernung
Schrotschuss auf einen in 50 m Entfernung vorbeilaufenden, gesunden Fasanenhahn
Schüsse, die als nicht waidgerecht gelten, sind solche, die das Wild unnötig leiden lassen oder die ethischen Grundsätze der Jagd missachten. Schrotschuss auf einen in 50 m Entfernung vorbeilaufenden, gesunden Fasanenhahn: Ein solcher Schuss ist als nicht weidgerecht anzusehen, weil die Schrotladung oft zu ungenau ist, um ein präzises und sofort tödliches Trefferbild zu gewährleisten, was dazu führen kann, dass der Vogel nur verletzt wird und unnötig leidet.
Flintenschuss mit einem Flintenlaufgeschoss auf einen Überläufer in 10 m Entfernung
Schrotschuss auf einen in der Sasse liegenden Hasen
Ein Schuss auf einen liegenden Hasen, der nicht sofort tötet, kann ebenfalls als nicht weidgerecht gelten. Der Schusswinkel und die Trefferchance sind bei einem sich nicht bewegenden Tier ungünstig, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Hase nur verletzt wird. Waidgerechtigkeit erfordert, dass der Jäger in der Lage ist, eine sichere und präzise Schussabgabe zu tätigen, um das Wild möglichst schnell und human zu erlegen. Schüsse, die diese Anforderungen nicht erfüllen oder das Wild unnötig leiden lassen, entsprechen nicht den Grundsätzen der waidgerechten Jagd.