Sachgebiet 4 - Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum
Frage 172 von 449
Sie sehen im Mai einen Rehbock, der häufig hustet und mit dem Haupt schüttelt. Auf welche Erkrankung lassen die Symptome schließen?
Antworten:
Befall mit Rachendasselfliegen-Larven
Die Rachenbremsenlarven des Rehwildes werden von der Rachenbremse (Cephenemyia stimulator), einer speziellen Fliegenart, in den Windfangbereich (die Nasenöffnungen) des Rehwildes gespritzt. Die erwachsene Fliege nähert sich dem Reh und spritzt ihre lebenden Larven in die Nasenlöcher des Tieres. Von dort aus wandern die Larven in den Rachenraum, wo sie sich weiterentwickeln. Später lassen sie sich von dort in den Verdauungstrakt abgleiten, um schließlich ausgeschieden zu werden und sich im Boden zu verpuppen. Dieser Befall mit Rachenbremsenlarven kann das betroffene Reh irritieren und stressen, führt aber in der Regel nicht zu einer Beeinträchtigung des Wildbrets.
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