Proßholz
Proßholz bezeichnet Weichholzstämme und -äste, die im Winter dem Wild zur Verfügung gestellt werden, damit sie die Rinde abäsen können. Diese Praxis wird in der Forstwirtschaft und Jagdwirtschaft angewendet, um dem Wild eine zusätzliche Nahrungsquelle in den kargen Wintermonaten zu bieten, wenn andere Nahrung knapp ist. Dabei handelt es sich typischerweise um Weichhölzer wie Weiden, Pappeln oder Erlen, deren Rinde leicht abgenagt werden kann und Nährstoffe für die Tiere liefert.
Der Einsatz von Proßholz dient auch dazu, zu verhindern, dass das Wild auf wirtschaftlich wichtige Bäume übergreift und deren Rinde schädigt.