Frage 325 von 513

Welche der nachfolgend beschriebenen Vorgehensweisen entsprechen der gesetzlichen Pflicht zur Hege?

Antworten:

Richtig

Reduktion überhöhter Rehwildbestände zur Vermeidung übermäßiger Verbissschäden an der Waldverjüngung

Die gesetzliche Hegepflicht umfasst die Verantwortung, Wildbestände so zu regulieren, dass sie im Einklang mit den Lebensraumverhältnissen stehen und keine übermäßigen Schäden an der Vegetation, insbesondere an der Waldverjüngung, verursachen. Überhöhte Rehwildbestände können zu starken Verbissschäden führen, die das natürliche Wachstum und die Artenvielfalt des Waldes erheblich beeinträchtigen. Eine Reduktion der Bestände durch gezielte Bejagung ist daher ein wichtiger Bestandteil der nachhaltigen Hege, um das Gleichgewicht zwischen Wildbestand und Vegetation zu wahren und den Wald langfristig zu erhalten.

Falsch

Ausreichende winterliche Kraftfutterversorgung zur Erzeugung starker Trophäen bei Reh- und Rotwild

Richtig

Belassen von Stoppelfeldern zur Verbesserung des Winterlebensraumes von Rebhühnern

Hegepflicht bedeutet nicht nur die Regulierung von Wildbeständen, sondern auch die aktive Gestaltung und Pflege des Lebensraumes von Wildtieren. Das Belassen von Stoppelfeldern bietet Rebhühnern (und anderen Bodenbrütern) im Winter wichtigen Schutz und eine Nahrungsquelle. Diese Maßnahme trägt dazu bei, die Überlebenschancen der Tiere in der kalten Jahreszeit zu erhöhen, und unterstützt die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt. Damit ist das Belassen von Stoppelfeldern eine geeignete und gesetzeskonforme Vorgehensweise zur Erfüllung der Hegepflicht.