Frage 18 von 417

Rotwild unterscheidet sich in seinem Äsungsverhalten vom Rehwild. Welche der nachgenannten Aussagen sind richtig?

Antworten:

Falsch

Rotwild äst vorwiegend wählerisch (selektierend)

Richtig

Rotwild äst wenig wählerisch

Rotwild ist tatsächlich wenig wählerisch in seiner Nahrungswahl und wird oft als opportunistischer Pflanzenfresser beschrieben. Das bedeutet, dass Rotwild eine breite Palette von pflanzlicher Nahrung zu sich nimmt und sich gut an verschiedene Nahrungsangebote anpassen kann, je nach Verfügbarkeit. Rotwild äst Gräser, Kräuter, Blätter, junge Triebe, Knospen, Baumrinde und sogar landwirtschaftliche Kulturen wie Getreide und Mais. Es passt sich saisonal an das verfügbare Nahrungsangebot an. Jahreszeitliche Anpassung: Im Frühling und Sommer bevorzugt Rotwild saftige Gräser und Kräuter, während es im Herbst und Winter verstärkt auf energiereiche Nahrung wie Eicheln, Bucheckern und Baumrinde zurückgreift. Verfügbarkeit bestimmt die Auswahl: Da Rotwild wenig wählerisch ist, frisst es das, was in seiner Umgebung am leichtesten verfügbar ist, was in manchen Gebieten zu erheblichen Verbissschäden an Bäumen und Sträuchern führen kann.

Richtig

Rehwild äst vorwiegend wählerisch (selektierend)

Selektiver Pflanzenfresser: Rehwild bevorzugt besonders nährstoffreiche und leicht verdauliche Pflanzen. Es äst vor allem Knospen, zarte Blätter, junge Triebe, Blüten, Kräuter und bestimmte Gräser. Diese Pflanzen enthalten viele Nährstoffe und sind für das Rehwild leichter zu verdauen als faserreiche Nahrung. Energie- und eiweißreiche Nahrung: Rehwild sucht gezielt nach Nahrung, die reich an Energie und Proteinen ist, um seinen relativ hohen Stoffwechsel zu unterstützen. Deshalb bevorzugt es in der Regel junges, frisches Pflanzenmaterial und meidet oft faserreiche oder schlecht verdauliche Pflanzen. Jahreszeitliche Variation: Im Frühjahr und Sommer äst Rehwild vor allem junge, saftige Pflanzen, während es im Herbst auf energiereiche Früchte wie Eicheln und Bucheckern zurückgreift. Im Winter, wenn das Nahrungsangebot knapp ist, können auch Baumknospen und Rinde verzehrt werden, doch auch dann zeigt das Rehwild eine selektive Wahl.

Falsch

Rehwild äst wenig wählerisch

Falsch

Rehwild schält auch Baumrinde ab und nimmt sie auf